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24.11.22

Immer wieder beobachte ich, dass Menschen in stressigen Lebensphasen vermehrt über Nackenschmerzen klagen. Um die Verbindung zwischen Stress und Nackenverspannungen oder in anderen Worten zwischen Körper und Geist zu verstehen, versuchte ich mir bewusst zu werden, was Stress eigentlich ist.

Ich lernte, dass das Wort Stress übersetzt Anspannung bedeutet und ursprünglich den Auslöser der archaischen Flucht- oder Kampfreaktion des Körpers, auf eine, durch unsere Sinne wahrgenommene und unseren Geist als Bedrohung bewertete Situation beschrieb.

Mir wurde klar, dass wenn uns zum Beispiel der Chef anschreit und uns damit Stress erzeugt, wir in Angst oder Wut geraten und unsere Körper mit Anspannung reagieren. Dies geschieht, so folgerte ich, damit wir bei dem Gefühl von übermächtiger Bedrohung weglaufen oder bei Chancengleichheit einen Kampf beginnen können. (Würden wir türmen oder dem Chef eine reinhauen, hätten wir wohl weit mehr Probleme als „nur“ einen verspannten Nacken.)

Wir unterdrücken also die körperliche Reaktion und die muskuläre Anspannung verbleibt im Körper. Schultern die hochgezogen wurden, um die Schlagadern zu schützen, können sich nicht wieder entspannen und so entstehen Verspannungen, die zu Nackenschmerzen führen können.

Ich denke, deshalb kann es hilfreich sein, sich regelmäßig und besonders in stressigen Zeiten, zu bewegen, um dem Körper die Chance zu geben, diese Anspannungen loszulassen und Schulter- Nackenverspannungen vorzubeugen.

16.11.22

Ich schreibe seit Jahren Tagebuch. Neu ist für mich, diese Dinge, die ich schreibe mit anderen Menschen zu teilen. Ich bin auch nicht sicher, ob meine Gedanken so gewichtig sind, dass es anderen Menschen etwas bringt sie zu lesen. Das Schreiben hilft mir meine Gedanken zu sortieren und das Wissen, dass ich das nun quasi öffentlich tue, verändert meinen Fokus und erhöht meine Aufmerksamkeit für das, was ich schreibe. So wird das Schreiben für mich um einen Aspekt der Achtsamkeit erweitert und falls tatsächlich jemand ließt, was ich schreibe, im folgenden eine kleine Achtsamkeitsübung aus meinem Alltag. 

Ein kurzer Moment der Achtsamkeit:

Nimm den ganzen Körper wahr, den ganzen Körper.

Die Füße, Fußgelenke, Unterschenkel, Knie, Oberschenkel, Hüften, Gesäß, unterer Rücken, oberer Rücken, Bauch, Brust, Hände mit jedem einzelnen Finger, Handgelenke, Unterarme, Ellenbogen, Oberarme, Schultern, Hals, Gesicht und Kopf.

Nimm das ganze rechte Bein wahr, das ganze linke Bein und beide Beine zusammen. Den ganzen rechten Arm, den ganzen linken Arm und beide Arme zusammen , Arme und Beine zusammen. Der ganze Rumpf, der ganze Kopf, Beine, Arme, Rumpf und Kopf.

Nimm den ganzen Körper wahr.